Interkulturelle Kompetenz

geschrieben von TDostal

In unserer heutigen Gesellschaft wird von vielen Unternehmen erwartet, dass ihre Angestell­ten interkulturell kompetent sind. Dies erzeugt einen großen Erwartungsdruck. Interkulturelle Kompetenz bedeutet in der Lage zu sein, sich in eine andere Kultur hineinzuversetzen und sich ihr entsprechend anzupassen. Dabei sollte beachtet werden, dass man dennoch nicht gegen seine eigenen Grundüber­zeugungen verstößt. Für ein angemessenes Verhalten ist mehr als Erfahrung im Ausland notwendig. Man muss seine Perspektive wechseln, um sich in Menschen aus anderen Kultur­kreisen hineinversetzen zu können. Dies gelingt, indem man den interkulturellen Umgang mit anderen Menschen untersucht und seine Emotionen dabei analy­siert.

Als Angestellter ohne interkulturelle Kompetenz ist die Gefahr in ein Fettnäpfchen zu treten viel höher. Eine unbekannte Situation irritiert uns und lässt uns im Affekt in Verhal­tensmuster verfallen, die geprägt sind von Vorurteilen und Stereo­typen. Wir sind unbewusst durch unsere eigene Kultur geprägt. Viele Menschen stellen gar ihre eigene Kultur über die fremde Kultur.

Um diese Probleme zu vermeiden, empfiehlt sich eine intensive, fachliche Vorbereitung. Neben der sozialen und fachlichen Kompetenz ist für die interkulturelle Kommunikation auch Selbstkompetenz wichtig.  Eine gelungene Unterhaltung setzt die Kontrolle von Gefühlen, die Kenntnisse über die kultu­rellen Unterschiede und das Wertesystem der anderen Kultur voraus. Dafür muss man das Wissen in die Tat umsetzen können. Von Vorteil sind natürlich auch Sprachkenntnisse.

Unsere Kommunikation verlagert sich immer mehr auf elektronische Nachrichten. Das erfor­dert noch mehr Sensibilität. Denn diesem Medium fehlt die Intonation und somit werden Bot­schaften meist in einem schärferen Ton gelesen, als er eigentlich ist. Deshalb ist es äußerst hilf­reich, die Unterschiede zwischen den zwei Kulturen im Voraus zu kennen. Zudem ist es wichtig, Rollendistanz zu bewahren. Dies setzt eine Analyse seines eigenen Verhaltens voraus, um Kommunikationsfehler zu erkennen und nach einer Verbesserungsmöglichkeit zu suchen.